Drehcodierschalter

Abriebfeste Hartgold-Auflage

Galvanisch aufgebrachte Vergoldung der Kontakte. Die Goldauflage für hartvergoldete Kontakte bei Hartmann Schaltern beträgt 1,2µm, min. 0,8µm. Im Vergleich zur weitverbreiteten Hauchvergoldung zeigt die Hartvergoldung erst nach 30.000 Schaltschritten nennenswerten Abrieb. Eine Hauchvergoldung ist bereits nach maximal 10.000 Schaltschritten an den Kontaktstellen nicht mehr vorhanden. Da die Goldauflage nicht nur der besseren Leitfähigkeit der Kontakte dient, sondern auch dem Korrosionsschutz zwischen den Betätigungen, können Kontakte, bei denen die Hauchvergoldung abgerieben ist, leichter korrodieren als solche mit Hartgoldauflage.

Anschluss System

Die Anzahl der Pins eines Drehcodierschalters. Bei Hartmann Codier Drehcodierschaltern gibt es derzeit zwei Arten von Anschluss Systemen: 3+3 und 4+1. Beim 3+3 Anschluss System gibt es auf jeder Seite je 3 Anschlusspinns, von denen je einer ein Common-Kontakt ist. Dieser Common-Kontakt ist der Eingangskontakt und liegt je nach Schalter in der Mitte oder Außen. Auf Anfrage bieten wir Ihnen auch Drehcodierschalter mit 3+2 Pins an, diese verfügen dann über einen Common-Kontakt (1xC). Beim 4+1 Anschluss System gibt es auf einer Seite 4, auf der anderen Seite einen Anschlusspin. Dieser Anschlusspin ist der Common-Kontakt. Damit hat diese Schalterart nur einen Eingangskontakt auf der einen Seite und 4 Ausgangskontakte auf der anderen Seite.

Betätiger

In der Schaltermitte liegendes, rundes Element mit dem die Codierung des Schalters eingestellt werden kann. In der Grundversion gibt es Schlitzbetätiger oder Kreuzschlitzbetätiger. In die Kreuzschlitzbetätiger können Zusatzbetätiger eingerastet werden. Die meisten Zusatzbetätiger sind nicht reflowlötfähig und müssen daher einzeln bestellt und nach dem Löten aufgerastet werden. Zusatzbetätiger, die für das Reflowlötverfahren geeignet sind nennen wir Ihnen gern.

Codierung

Die Codierung bestimmt, bei welcher Schaltstellung das Signal auf die verschiedenen Ausgänge geschaltet ist. Es gibt viele verschiedene Codierungen und auch einige Sondercodierungen.

Common-Kontakt / C-Kontakt

Je nach Schalterart der oder die Eingangskontakte eines Drehcodierschalters. Bei Schaltern mit mehreren Common-Kontakten sind diese miteinander verbunden.

Drehcodierschalter

Ein Drehcodierschalter schaltet die ankommenden Signale von dem gemeinsamen C-Kontakt auf die verschiedenen Ausgänge. Die Codierung bestimmt, bei welcher Schaltstellung das Signal auf welche Ausgänge geschaltet ist. Mit verschiedenen Codierungen und auch Sondercodierungen sind Drehcodierschalter ideal für voreingestellte Adressierungen, z.B. bei Bussystemen oder Wirelessanwendungen, oder die Einstellung von Parametern an Geräten. Bei Hartmann Codier bestimmt die Bauhöhe die Bezeichnung des Schalters: P25 hat 2,5mm Bauhöhe .

Gray-Code

Der Gray-Code ist eine Codierung für Sicherheitsanwendungen und ist ein stetiger Code. Im Vergleich zur Hexadezimal-Standardcodierung verändert sich der Gray-Code bei zwei benachbarten Schaltstellungen nur an einer Stelle. Das begrenzt den möglichen Ablesefehler auf eins. Bei 10-stelligen Gray-Codes verändert sich der Code von der Stellung 9 zur 0 allerdings um mehrere Stellen. Daher wurde ein sog. Sicherheits-Gray-Code eingeführt, der durch die Veränderung der Position 0 diese Problem löst.